Hes 18 0048 Bilder Kinderrechte

Kinderrechte in der Verfassung - Ihre Entscheidung!

Änderung des Artikels 4

Ehe und Familie stehen gemäß der Verfassung unter besonderem Schutz. Kinder jetzt auch. Dies wurde nun mit der Aufnahme eines neuen Absatzes zum Thema Kinderrechte in der Hessischen Verfassung verankert.

Ja-Stimmen: 89,1 % Ja-Stimmen: 89,1 %

Nein-Stimmen: 10,9 % Nein-Stimmen: 10,9 %

Gültige Stimmen: 95,3 % Gültige Stimmen: 95,3 %

Ungültige Stimmen: 4,7 % Ungültige Stimmen: 4,7 %

Zur Abstimmung stand eine Ergänzung des Artikels 4 um vier Sätze. Kindern soll ausdrücklich ein Recht auf Schutz und auf Förderung ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten gewährt werden. Zudem wurde eine Verpflichtung des Staates aufgenommen, das Kindeswohl bei allen das Kind betreffenden Maßnahmen wesentlich zu berücksichtigen. Der Wille des Kindes soll bei allen Angelegenheiten, die das Kind betreffen, entsprechend seinem Alter und seiner Reife berücksichtigt werden. Die Elternrechte sollen dabei unberührt bleiben; die oberste Verantwortung für das Wohl des Kindes liegt weiterhin bei den Eltern.

Ziel der Verfassungsänderung ist insbesondere die Verdeutlichung der staatlichen Verantwortung, Kinder vor seelischer, geistiger und körperlicher Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch, Gefährdungen und Gewalt zu schützen und sie in ihrer Entwicklung zu fördern.

Angenommene Änderung für Artikel 4:

(Änderung gefettet)

Artikel 4

(1) „Ehe und Familie stehen als Grundlage des Gemeinschaftslebens unter dem besonderen Schutz des Gesetzes.“

(2) „Jedes Kind hat das Recht auf Schutz sowie auf Förderung seiner Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, ist das Wohl des Kindes ein wesentlich zu berücksichtigender Gesichtspunkt. Der Wille des Kindes ist in allen Angelegenheiten, die es betreffen, entsprechend seinem Alter und seiner Reife im Einklang mit den geltenden Verfahrensvorschriften angemessen zu berücksichtigen. Die verfassungsmäßigen Rechte und Pflichten der Eltern bleiben unberührt.“

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